| Schützenfest Altena |
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Ein festlicher Ausnahmezustand Eine gewisse Leidenschaft zum Feiern, sowie eine dringend erforderliche Trinkfestigkeit wird alle 3 Jahre an Fronleichnam in Altena von den Bürgern und Besuchern verlangt. Das Schützenfest und sein Brauchtum führt selbst ehemalige Bewohner an den Ort des festlichen Geschehens zurück. Selbst über die Landesgrenzen hinaus eilt diesem Fest sein Ruf voraus. In einem Buch wurde es als „Kultureller Sonderfall“ bezeichnet. Jeder, der schon im Sauerland gefeiert hat, weiß dass bei Festen keine leeren Versprechungen gemacht werden.
Der Brauchtum
Bei den Festvorbereitungen steht das traditionelle Kränzebinden ganz oben an. Schützen aus verschiedenen Kompanien sind für die Fertigstellung der Kronen und Kränze verantwortlich. Mit Schere und Krepppapier bewaffnet wird in fröhlicher Runde die Pflicht erledigt. Grün-weißes Krepppapier soll das Gestänge mit den traditionellen Farben schmücken. Das Festprogramm Drei Tage verwandelt sich die Stadt in ein einziges großes Fest. Kompaniezüge marschieren nach altem Brauch zu einem Schießstand. Für den Bundespräsidenten wird der erste Schuss abgegeben und das Fest kann seinen Lauf nehmen. Der Adler, speziell für diesen feierlichen Anlass gefertigt, wird zum Ziel der Schützen erklärt. Flügelreste, Krone, Reichsapfel und Zepter, werden bei einem Abschuss gebührend prämiert. Der König und seine von ihm selbst gewählte Königin halten in dem Festzelt Hof. Am zweiten Tag bewegt sich der Festzug durch die Altenaer Innenstadt. Als Höhepunkt wird das Vorbeiziehen an dem König betrachtet. Schützen und Gäste feiern auch an diesem Tag gemeinsam mit großer Leidenschaft. Dieser Brauchtum fesselt auch die Jugend, was sich positiv bemerkbar macht, denn über einen Mangel an neuen jungen Vereinsmitgliedern braucht man sich in dieser Stadt wirklich keinen Kopf zu machen. Der dritte Tag, der Sonntag, wird ohne Protokoll erlebt. Hier können nach Herzenslust wieder einmal die letzten Stunden des „Altenaer Schützenfestes“ genossen werden. Senioren werden hier zu einer Kaffeetafel angetroffen. An diesem Tag schon mit Wehmut im Herzen über den Festausklang, aber auch schon mit genügend Vorfreude auf das nächste mal. |


Im Jahr 1429 wurde aus der damaligen Bürgerwehr eine Schützengesellschaft gegründet: die Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft e.V. Ein Fest der Begegnung mit alten Bekannten, welches an seinem Brauchtum beständig festhält. Bier ist an diesen Tagen fast als Grundnahrungsmittel zu bezeichnen, denn die Altenaer Bürger bestätigen die Rheinische Trinkkultur.